Page 16 - Kiebitzmarkt Bergen - Heimtier 168 April-Mai 2026
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          Der Napf als Erlebnis






         BARF­Fütterung für Hunde


          Glänzendes Fell, feste Zähne, weniger Mundgeruch und ein Vierbeiner, der sein Futter sichtbar genießt. Für
          viele Halter:innen ist die BARF­Fütterung des eigenen Hundes längst mehr als ein Trend. Die Abkürzung
          steht für „Biologisch Artgerechtes Rohes Futter“ und beschreibt eine Ernährungsform, die sich am
          natürlichen Beuteschema des Wolfes orientiert. Doch wie sehen typische BARF­Menüs eigentlich aus?




             eim BARFen wird der tierische Liebling mit rohem Fleisch,   PRAKTISCH IM ALLTAG
         BInnereien,  Knochen,  Fisch,  Gemüse,  Obst  sowie  ausge-  BARFen bietet eine natürliche und artgerechte Alternative zu
          wählten Ölen und Zusätzen gefüttert. Ziel ist eine möglichst   herkömmlichen Futtermitteln. Die eigene Zubereitung erfor-
          ursprüngliche,  naturbelassene  Ernährung,  ohne künstliche   dert jedoch ein gewisses Maß an Wissen und Vorbereitung, um
          Konservierungsstoffe, Zucker oder stark verarbeitete Kompo-  sicherzustellen, dass der tierische Schützling alle benötigten
          nenten. Der Hund ist ein fakultativer Karnivore, ein überwie-  Nährstoffe erhält. Fehler in der Rationsgestaltung führen zu
          gender Fleischfresser, der jedoch in der Lage ist, pflanzliche   Unter- oder Überversorgungen, die langfristig gesundheitliche
          Bestandteile verwerten zu können. Eine BARF-Fütterung ver-  Folgen haben können.
          sucht, diese biologische Grundlage zu berücksichtigen.
                                                         Moderne Ernährungskonzepte tragen diesem Umstand Rech-
          EIN BLICK IN DIE GESCHICHTE DES BARFENS        nung. Wer die Zusammensetzung der BARF-Mahlzeiten nicht
          Die Idee, Hunde roh und artgerecht zu füttern, ist nicht neu.   selber vornehmen möchte, kann auf hochfertige Komplett-
          Bereits in den 1990er-Jahren wurde das Konzept durch den   menüs zurückgreifen, die für ernährungsphysiologische  Sicherheit
          australischen  Tierarzt  Dr. Ian  Billinghurst  populär  gemacht.   der tierischen Schützlinge sorgen und Tierfreund:innen zu-
            Dabei argumentierte Billinghurst, dass ein rohes und natür liches   gleich einen  entscheidenden  Vorteil im Alltag  bieten. Ohne
          Futter besser für die Gesundheit von Hunden sei und ihnen   aufwändige  Rationsberechnung  stellen  die  schmackhaft  ge-
          eine längere Lebensdauer sowie ein besseres Wohlbefinden   sunden BARF-Menüs eine einfache und verlässlichen Fütte-
          ermöglichen würde.                             rung dar.

          Seither hat sich das BARFen von einer Nischenbewegung zu   VERLÄSSLICH AUCH AUF REISEN
          einem weit verbreiteten Trend entwickelt. Viele  Hundebe-  Die wertvollen Fertigmenüs sind so konzipiert, dass sie auch
          sitzer:innen,  die  ihre  Tiere  möglichst   gesund  und  natürlich   während eines Urlaubs eine sichere und unkomplizierte Fütte-
            ernähren wollen, setzen auf diese Fütterungsmethode.  rung des eigenen Vierbeiners gewährleisten. Für die tierischen
                                                         Lieblinge bedeutet es eine wichtige Kontinuität ihrer Ernährungs-
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