Page 8 - Kiebitzmarkt Bergen - Heimtier 169 Juni-Juli 2026
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                                                               Gesünder



                                                               mit Hund






                                                             Was die Wissenschaft
                                                            über die Mensch-Hund-

                                                           Beziehung weiß



                                                      Die Zuschreibung „bester Freund des Menschen“ hat
                                                    der Hund sich über Jahrtausende erarbeitet. Dass diese
                                                  besondere Beziehung es in sich hat, haben bereits zahl-
                                               reiche Studien belegt: Hunde wirken sich positiv auf unsere
                                           körperliche und mentale Gesundheit aus.






             er Kontakt mit einem Hund kann messbar Stress reduzieren.   ins Gespräch kommen und leichter soziale Netzwerke aufbauen.
         DUntersuchungen, etwa eine deutsche Studie von Andrea   Dieser Effekt trägt langfristig zu sozialer Integration und emo-
          Beetz et al., zeigen, dass bereits das Streicheln eines Hundes   tionaler Stabilität bei.
          den Spiegel des Stresshormons Cortisol senkt, während gleich-
          zeitig Oxytocin ausgeschüttet wird. Das sogenannte Kuschel-  HUNDE KÖNNEN KINDER IN IHRER
          hormon steht für Entspannung, Vertrauen und soziale Bindung.   ENTWICKLUNG UNTERSTÜTZEN
                                                         Auch für Kinder hat das Zusammenleben mit Hunden positive
          HUNDE FÖRDERN MOBILITÄT UND HERZGESUNDHEIT     Effekte. Studien deuten darauf hin, dass Kinder mit Hund häu-
          Hunde müssen raus und davon profitieren ihre Halter:innen.   figer empathisches Verhalten zeigen und schneller ein Verant-
          Mehrere internationale Studien belegen, dass Hundehalter:innen   wortungsbewusstsein  entwickeln.  Diese Effekte  entstehen
          sich im Durchschnitt  deutlich  mehr bewegen  als Menschen   nicht nur beim eigenen Heimtier, sondern auch, wenn bei-
          ohne Hund. Eine irische Langzeitstudie zeigte 2025, dass Seni-  spielsweise im Schulunterricht ein Hund eingesetzt wird. Eine
          or:innen mit Hund sicherer auf den Beinen waren und seltener   spanische Studie machte 2021 sogar einen deutlichen Effekt
          stürzten. Regelmäßige Spaziergänge wirken sich zudem positiv   aus: Alle Mädchen und Jungen mit Hund zeigten eine fortge-
          auf Blutdruck, Herz-Kreislauf-System und die allgemeine Fit-  schrittene sozio-emotionale Entwicklung im Vergleich zu Kin-
          ness aus. Das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen kann da-  dern ohne Tier. Der Vierbeiner ist oft Spielkamerad, Zuhörer
          durch messbar sinken. Dabei ist weniger entscheidend, wie   und emotionaler Anker zugleich. Zudem kann der frühe Kon-
          sportlich anstrengend der Spaziergang ist, sondern vielmehr,   takt das Immunsystem trainieren und das Risiko für bestimmte
          wie regelmäßig die Bewegung in den Alltag eingebunden wird.  Allergien senken.
                                                                                                   IVH
          HUNDE WIRKEN POSITIV AUF
          DIE PSYCHISCHE GESUNDHEIT
          Hunde können Einsamkeit und depressive Verstimmungen lindern.
          Besonders bei alleinlebenden Menschen oder älteren Personen
          zeigen verschiedene Studien einen Zusammenhang zwischen
          Hundehaltung  und  höherem  emotionalem  Wohlbefinden.
          Hunde geben Struktur, reagieren unmittelbar auf Zuwendung
          und vermitteln das Gefühl, gebraucht zu werden – ein wichtiger
          psychologischer Faktor. Hunde ersetzen zwar keine Therapie,
          können aber im Alltag stabilisieren.

          HUNDE STÄRKEN SOZIALE KONTAKTE
          Hunde  sind  soziale  Brückenbauer.  Aktuelle  Untersuchungen
          zeigen, dass Hundehalter:innen häufiger mit anderen Menschen
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