Page 6 - Kiebitzmarkt Bergen - Journal Spring 2026
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NUTZGARTEN
Wilde Gesellen im Beet
Unkraut clever in den Griff bekommen
Kaum ist ein Beet sauber, meldet sich das nächste schon wieder zurück. Unkraut gehört im Garten leider zum Frühling wie die
ersten warmen Sonnenstrahlen. Gerade jetzt, wenn alles neu austreibt, sind die „wilden Gesellen“ besonders wachstumsfreu-
dig. Lässt man sie gewähren, nehmen sie Zier- und Nutzpflanzen Licht, Wasser und wertvolle Nährstoffe weg.
Tief verwurzelt – wenn Ausstechen Pflicht ist
Einige Unkräuter sind echte Überlebenskünstler. Sie bilden
kräftige Pfahl- oder Wurzelgeflechte, die tief im Boden sitzen
und immer wieder austreiben, wenn man sie nur oberfläch-
lich entfernt. Die gute Nachricht:
Hier gilt: möglichst vollständig ausgraben. Wer früh und richtig handelt, spart
Bleiben Wurzelreste im Boden, kommt das Unkraut zuver-
lässig zurück. Ein stabiler Unkrautstecher oder eine schmale sich später viel Arbeit und kann ganz
Grabegabel leisten dabei wertvolle Dienste, besonders nach bewusst auf sanfte, nachhaltige
einem Regenschauer, wenn der Boden locker ist. Methoden setzen.
Typische Vertreter sind:
Ackerdistel Ackerwinde Brennnessel Löwenzahn Giersch Quecke
Cirsium arvense) (Convolvulus arvensis) (Urtica dioica) (Taraxacum officinale) (Aegopodium podagraria) (Elymus repens)
Schnell handeln – Samenunkräuter stoppen
Andere Wildkräuter vermehren sich rasant über Samen. Sie
sind meist flach verwurzelt, aber extrem ausdauernd, wenn
sie erst zur Blüte kommen.
Hier zählt der richtige Zeitpunkt.
Je früher Sie diese Pflanzen entfernen, idealerweise vor der
Blüte, desto weniger Samen landen im Beet und desto ent-
spannter bleibt der Sommer.
Typische Vertreter sind:
Vogelmiere Hirtentäschel Wegerich Ehrenpreis
(Stellaria media) (Capsella bursa (Plantago Arten) (Veronica Arten)
pastoris)
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