Page 35 - Kiebitzmarkt Bergen - Heimtier 169 Juni-Juli 2026
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        alle Tierarztpraxen über entsprechende Geräte und es gibt keine
        Leitlinien, die regelmäßige Untersuchungen mit Dentalröntgen
        empfehlen.


        URSACHEN DER ERKRANKUNG
        Die Ursachen der Krankheit werden im Alter, der Rasse, in an-
        deren Mund- und Zahnerkrankungen sowie Umweltfaktoren
        vermutet. Neue Studien deuten auf Zusammenhänge mit der
        Zusammensetzung oraler Bakterien hin. Andere Forschungen
        untersuchen Zusammenhänge mit dem Vitamin-D3-Spiegel
        oder systemischen Entzündungen im Körper der Tiere sowie
        Stressfaktoren. Besonders anfällig scheinen Siam- und Maine-
        Coon-Katzen zu sein, ältere Tiere haben generell ein höheres
        Risiko zu erkranken. Betroffen von dieser schmerzhaften Er-
        krankung sind aber nicht nur Katzen. Auch bei Hunden kommt
        sie vor. Sie gilt jedoch als seltener und unterscheidet sich in
        Verlauf und Ausprägung von der klassischen FORL der Katze.
        Tierärzte und Tierärztinnen sprechen beim Hund in der Regel
        von „Zahnresorption“ oder „resorptiven Läsionen“. Im Englischen
        werden die Befunde als „Tooth Resorption“ (TR) oder „Canine
        Tooth Resorption“ bezeichnet.
        WICHTIGE MASSNAHMEN DER KATZENHALTER:INNEN
        Es gibt viele Theorien hinsichtlich einer FORL-Erkrankung, aber
        keine abschließende Erklärung. Expert:innen raten daher, dass
        Katzenhalter:innen  zwei  wesentlichen  Pflegemaßnahmen
        nachkommen  sollten:  der  gründlichen  Zahnpflege  zu  Hause
        und der regelmäßigen professionellen Zahnkontrolle und -rei-
        nigung inklusive Röntgen in der Tierarztpraxis. Konkret emp-
        fiehlt sich tägliches Zähneputzen mit spezieller Katzenzahn-
        pasta, mindestens aber dreimal pro Woche. Zahnfreundliche
        Ernährung, spezielles Dentalspielzeug und -leckerli können
        ebenfalls vorbeugen. Verhältnismäßig gering ist in diesem Zu-
        sammenhang der Aufwand, Sorge zu tragen, dass die eigene
        Samtpfote nicht still und unerkannt unter FORL und Zahnver-
        lust leiden muss.
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