Page 19 - Kiebitzmarkt Garten 2026
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Wurzeln schlagen leicht gemacht
Wer im Garten, auf dem Balkon oder im Hochbeet erfolgreich gärtnern möchte,
sollte nicht nur auf die Pflanze, sondern auch auf den Boden achten. Denn: Die
richtige Erde ist die Basis für gesunde Wurzeln, kräftiges Wachstum und eine
reiche Ernte. Doch im Gartenmarkt ist die Auswahl riesig – von torffrei bis nähr-
stoffreich, von Aussaaterde bis Pflanzerde. In diesem Beitrag geben wir Ihnen
einen Überblick über die wichtigsten Erdenarten, ihre Verwendung – und wo-
rauf Sie beim Kauf achten sollten.
Welche Erden gibt es – und wofür sind sie geeignet?
1. Blumenerde – der Allrounder für Balkon & Topfpflanzen
Blumenerde ist vorgedüngt und strukturstabil – ideal für Zierpflanzen im Topf, Blu-
menkästen oder Ampeln. Sie speichert Wasser, versorgt die Pflanzen über mehrere
Wochen mit Nährstoffen und bietet einen lockeren, durchlüfteten Wurzelraum. Für
besonders anspruchsvolle Blüher (wie Geranien oder Petunien) gibt es Spezial-Blu-
menerden mit extra Langzeitdünger.
2. Aussaaterde – zart, fein und nährstoffarm
Diese Erde ist besonders feinkrümelig und nährstoffarm, damit junge Keimlinge an-
geregt werden, starke Wurzeln zu bilden. Sie enthält meist keine oder nur sehr gerin-
ge Düngermengen – perfekt für das Vorziehen von Gemüse, Kräutern oder Blumen
auf der Fensterbank oder im Frühbeet.
3. Pflanzerde & Gartenerde – für Beet, Strauch & Hecke
Wer im Garten größere Pflanzen, Sträucher oder Stauden setzt, greift zur Pflanzerde.
Sie ist gröber als Blumenerde, oft mit Kompost oder Rindenhumus angereichert und
verbessert schwere Böden durch Auflockerung. Gartenerde ist meist universell ein-
setzbar, sollte aber je nach Bodenart (sandig oder lehmig) angepasst werden.
4. Gemüse- & Hochbeeterde – für eine reiche Ernte
Diese Erden sind meist vorgedüngt, strukturstabil und mit organischem Material an-
gereichert. Besonders in Hochbeeten ist die Zusammensetzung wichtig: Eine spe-
zielle Hochbeeterde sorgt dafür, dass Nährstoffe nicht zu schnell ausgewaschen wer-
den und die Erde nicht zusammensackt.
5. Rhododendron- und Moorbeeterde – für Spezialisten
Pflanzen wie Rhododendren, Heidelbeeren, Hortensien oder Farne brauchen saure
Böden. Dafür gibt es spezielle Moorbeeterde mit niedrigem pH-Wert, der den Be-
dürfnissen dieser Pflanzen entspricht.
Torfreduziert oder torffrei – was steckt dahinter?
Lange Zeit galt Torf als Standardzutat in Pflanzenerden: Er speichert Wasser, lockert
die Struktur und ist frei von Keimen. Doch der Abbau von Torf zerstört wichtige
Moorlandschaften, die als CO₂-Speicher und Lebensraum für seltene Arten dienen.
Deshalb gibt es mittlerweile viele torfreduzierte oder torffreie Erden. Statt Torf ent-
halten sie Kompost, Rindenhumus, Holzfasern oder Kokosmaterialien. Diese Alter-
nativen erfüllen ähnliche Funktionen, sind aber deutlich umweltfreundlicher. Zwar
kann torffreie Erde in der Handhabung etwas anders sein (z. B. schneller austrocknen
oder anders riechen), doch mit etwas Aufmerksamkeit sind sie genauso gut zu ver-
wenden – und ein echter Beitrag zum Klimaschutz.
Erde ist nicht gleich Erde und wer seinen Pflanzen etwas Gutes tun will, sollte be-
wusst wählen. Ob für die Aussaat, Balkonblumen oder das Hochbeet: Es lohnt sich,
auf Qualität und Eignung zu achten. Und mit torffreien Alternativen schonen Sie
nicht nur die Umwelt, sondern unterstützen gleichzeitig eine nachhaltige Garten-
kultur.
Unser Team im Kiebitzmarkt berät Sie gern bei der Auswahl der
passenden Erde – für blühende Erfolge in Garten, Kübel & Co.
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